Für den Abend des 23. September 2026 plane ich in Krefeld eine einfache Mondbeobachtung. Ich möchte mein SVBONY MK127 aufbauen, den Mond zunächst durchs Okular erkunden und von Hand nachführen. Wenn Wetter und Zeit mitspielen, probiere ich anschließend vielleicht noch meine SVBONY SV305C Pro aus. Eine fertige Aufnahme ist dabei kein Muss.

Der Aufbau für heute
Zum Einsatz kommt das MK127 mit 127 mm Öffnung und 1500 mm Brennweite auf meiner Sky-Watcher EQ5. Die Montierung habe ich mit Motoren und einer OnStep-Steuerung nachgerüstet. Heute möchte ich mich aber zunächst mit dem Blick durchs Okular, dem Scharfstellen und dem manuellen Nachführen vertraut machen. Die genaue Einnordung und die Möglichkeiten von OnStep gehe ich später Schritt für Schritt an.
Dabei hängt die manuelle Bedienung vom Motorumbau ab: Angekuppelte Antriebe dürfen nicht über mechanische Feintriebe mit Kraft bewegt werden. Die passende Bedienung prüfe ich deshalb vor dem Start.
Was ich auf dem Mond entdecken möchte
Ich beginne mit geringer Vergrößerung, suche den Mond und stelle in Ruhe scharf. Anschließend möchte ich mich ungefähr im Bereich von 60- bis 100-facher Vergrößerung bewegen. Wenn die Luft ruhig ist, kann ich höher vergrößern.
Besonders interessiert mich die Hell-Dunkel-Grenze, der sogenannte Terminator. Dort machen die Schatten Kraterwände und Gebirge besonders anschaulich. Der Mond ist an diesem Abend schon fast voll: Rund 91 Prozent seiner Scheibe sind beleuchtet. Die Schattenzone liegt daher nahe am Rand.
Das Zeitfenster in Krefeld
Geplant ist eine Beobachtung ungefähr zwischen 21 und 23:30 Uhr. Die Sonne geht um 19:29 Uhr unter; die astronomische Dämmerung endet gegen 21:22 Uhr. Für den hellen Mond muss ich allerdings nicht auf vollständige Dunkelheit warten.
Seinen höchsten Stand erreicht der Mond gegen 23:19 Uhr, mit etwa 25 Grad Höhe über dem Südhorizont. Das ist relativ niedrig. Freie Sicht und möglichst wenig aufsteigende Wärme von Dächern sind deshalb hilfreich. Die Wetterprognosen sind zum Zeitpunkt der Planung uneinheitlich – ob es klappt, entscheide ich anhand der tatsächlichen Wolkenlücken und möglicher Schauer.
Vielleicht ein erster Kameratest
Wenn die visuelle Beobachtung gut läuft, möchte ich eventuell die SV305C Pro einsetzen. Dafür zentriere ich zuerst den Mond im Okular, tausche es gegen die Kamera und stelle in SharpCap unter Windows erneut scharf. Zum Einstieg bleiben Barlow und Reduzierer weg.
Mit dieser Kombination sehe ich einen Ausschnitt der Mondoberfläche. Schon ein brauchbares Livebild und ein kurzer Videoclip wären ein guter erster Schritt. Das spätere Auswählen, Stacken und Schärfen der Bilder kann warten.
Was ich danach festhalten möchte
Nach dem Abend möchte ich notieren, welche Vergrößerung gut funktioniert hat, wie ruhig das Bild war und wie ich mit der Nachführung zurechtgekommen bin. Falls ich die Kamera teste, kommen die Erfahrungen beim Anschließen und Fokussieren dazu.
Für heute zählt vor allem, den Aufbau kennenzulernen und mir Zeit für die Mondlandschaft zu nehmen. Wie der Abend tatsächlich verlaufen ist, ergänze ich anschließend.
Dieser Beitrag beschreibt die Planung; eine Beobachtung oder erfolgreiche Aufnahme hat zum Zeitpunkt des Schreibens noch nicht stattgefunden.